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Teil 1: Open Innovation

Unternehmen stehen heute in einem harten, weltweiten Wettbewerb. Der immer schnellere Technologiewandel führt dazu, dass Marktführer plötzlich vollkommen vom Markt verschwinden. Geschäftsfelder und Geschäftsmodelle, die heute profitabel sind, können es morgen schon nicht mehr sein. Und immer wieder sind es innovative Start-ups, die die etablierten Unternehmen herausfordern.

Auf diesen Druck reagieren die Unternehmen häufig mit Einsparungen, Effizienzsteigerung und Straffung der Organisation und der Prozesse. Gefühlt müssen immer weniger Mitarbeiter in kürzerer Zeit immer mehr leisten. Doch wo bleiben da der Raum und die Zeit für neue Ideen und Kreativität?

Ich möchte Ihnen in einer dreiteiligen Serie vorstellen, wie Sie mit innovativen Methoden und Werkzeugen aus Ihren Ideen zukunftsfähige Geschäftsmodelle entwickeln und so die Geschäftsfelder der Zukunft für Ihr Unternehmen aufbauen können. Anhand von Beispielen möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie einen Raum schaffen können, in dem Ideen sprießen und Kreativität ausgelebt werden kann.

 

Open Innovation oder wie Sie die Ideen anderer nutzen

Laut Henry Chesbrough, dem geistigen Vater des Begriffs, ist Open Innovation primär eine Geisteshaltung: „Open Innovation ist ein Paradigma das besagt, dass Unternehmen internes und externes Know-how in ihren Innovationsprozessen nutzen sollen. Und dass sie zulassen sollen, dass ungenutzte interne Ideen nach außen fließen können um von Dritten verwertet zu werden.“

Somit ist Open Innovation die Antithese eines geschlossenen Innovationsprozesses, der auf interner Forschung und Entwicklung aufbaut. Das externe Know-how kann von Geschäftspartnern, Universitäten und Forschungseinrichtungen, oder von den Kunden kommen.

 

Die Crowd als Ideengeber

Ein Beispiel dafür, wie man Ideen seiner eigenen Kunden nutzen kann, zeigt der dänische Spielzeughersteller Lego mit seiner Innovationsplattform Lego Ideas. Die simple Idee ist, dass jeder Kunde sein eigenes Spielzeug entwickeln kann. Über eine Webplattform hat jeder die Möglichkeit ein Projekt vorzuschlagen, welches bei großer Zustimmung tatsächlich von Lego realisiert und auf den Markt gebracht wird.

Und so funktioniert es:

  • Sie bringen über die Webplattform ihre Idee ein
  • Auf der Plattform müssen Sie 10.000 Unterstützer finden
  • Wenn Ihnen das gelingt, wird Ihr Projekt von einer Lego-Kommission beurteilt
  • Im Falle einer Zustimmung setzt Lego Ihren Vorschlag um und bringt Ihr Produkt auf den Markt. Sie wiederum als Ideengeber bekommen 10 % der Verkaufserlöse.

 

Open Innovation schafft Business Value.

Die Vorteile dieses Open Innovation Beispiels liegen auf der Hand:

  1. Lego bekommt eine Fülle von neuen Ideen, die sie in der internen Entwicklungs-abteilung gar nie generieren könnten
  2. Ein Teil der Produktentwicklung wird kostengünstig an die Crowd ausgelagert
  3. Die Erfolgswahrscheinlichkeit der Produkte wird erhöht, da sie am Markt bereits getestet wurden, denn nur Produkte, die 10.000 Unterstützer haben, werden weiter verfolgt
  4. Es kommt zu einer langfristigen Kundenbindung durch Interaktion
  5. Und schlussendlich werben die Kunden, die zu Co-creators wurden, weitere Kunden, da sie an den Einnahmen beteiligt sind und sie werden somit zu Multiplikatoren.

 

Die Bedeutung des Geschäftsmodells in Open Innovation-Prozessen

Es gibt viele weitere Möglichkeiten, wie Unternehmen durch Open Innovation zu neuen Ideen kommen. Z. B. durch gemeinsame Projekte mit Universitäten oder Innovations-Workshops mit Partnern, Stakeholdern und Kunden.

Die große Herausforderung in einem nächsten Schritt ist es, die richtigen Ideen auszuwählen, die dann weiter verfolgt werden sollen. Dabei ist es entscheidend, die Ideen durch die Brille des Geschäftsmodells zu betrachten. Denn: das Potenzial, das in den Ideen und Technologien schlummert, wird erst mit dem richtigen Geschäftsmodell zu einem Markterfolg. In meinen Innovationsworkshops begleite ich Sie auf Ihrem Weg zum Erfolg.

Im zweiten Teil der Serie werde ich den Nutzen und die Stärken der Business Model Innovation Methode vorstellen.

Besuchen Sie auch meine neue Business Design-Website und informieren Sie sich über meine Leistungen zu den Themen Strategie, Innovation und neue Geschäftsmodelle.

Kontakt:

DI Hemma Bieser, MSc avantsmart e. U.
+43 664 35 661 35

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